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 MONITORING HÄUFIGER BRUTVÖGEL IN NIEDERSACHSEN UND BREMEN
Rundschreiben 2006
Im Jahre 2005 konnten wir die Zahl bearbeiteter Probeflächen auf 198 in Niedersachsen und 17 in Bremen deutlich erweitern. Der Datenrücklauf ist aber leider teilweise sehr
schleppend, so dass für die vorliegende Auswertung (Stand: 22.2.2006) nur von 104 Probeflächen Daten zur Verfügung standen. Unter den häufigsten Brutvögeln in Niedersachsen und Bremen überwiegen nach dem
dritten Programmjahr ausgeglichene Bestandsverhältnisse. Für Amsel, Zaunkönig, Feldlerche, Goldammer, Fitis, Star, Singdrossel, Heckenbraunelle, Tannenmeise,
Feldsperling und Schafstelze ergaben sich in beiden Jahren nur leicht schwankende Bestände. Zumindest in einem der beiden Jahre positive Trends zeigten Buchfink,
Ringeltaube, Haussperling, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Blaumeise, Grünfink, Buntspecht und Baumpieper. Eine in einem der beiden Jahre negative
Bestandsveränderung wurde für die Dorngrasmücke nachgewiesen. Offenbar eindeutig zunehmend hat sich von 2003 bis 2005 der Bestand bei Kohlmeise und Fasan entwickelt.
Dagegen wiesen Zilpzalp und Kiebitz starke Bestandsschwankungen auf. wobei der Bestandseinbruch des Zilpzalps um mehr als 30 % im Jahre 2005 besonders augenfällig ist.
Die bundesweiten Zwischenergebnisse stimmen in großen Teilen mit den Daten aus Niedersachsen und Bremen überein. Geringfügige Abweichungen finden sich nur bei
Ringeltaube, Heckenbraunelle und Tannenmeise, deren aktuelle Trends für ganz Deutschland leicht positiver als in Niedersachsen bzw. Bremen ausfallen.
Insgesamt 80 Vogelarten erreichten auf Basis der bisher vorliegenden Probeflächen aus Niedersachsen und Bremen im Jahre 2005 wenigstens 20 Revierpaare. Neben den schon
genannten Arten Kohlmeise und Fasan zeigten auch Gartenbaumläufer, Rohrammer, Gartenrotschwanz und Turmfalke über die gesamte Periode 2003 bis 2005 ansteigende
Bestände. Für Fichtenkreuzschnabel und Erlenzeisig war 2005 ein besonders gutes Brutjahr. Von vorangegangenen Rückgängen erholt haben sich 2005 u.a. Kiebitz, Kleiber,
Mauersegler, Sumpfrohrsänger, Mehlschwalbe, Gelbspötter, Schwanzmeise, Kuckuck, Turteltaube und Rebhuhn.
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In beiden Jahren negative Trends zeigten lediglich Wiesenpieper und Gimpel. Nach Bestandszunahmen im Vorjahr wurden für Zilpzalp, Wintergoldhähnchen, Straßentaube,
Türkentaube, Hohltaube, Girlitz, Brandgans und Kernbeißer aktuell zurückgehende Bestände nachgewiesen. Schon nach drei Jahren hat sich das Monitoring häufiger Brutvögel in Niedersachsen zu
einem gut funktionierenden Frühwarnsystem und avifaunistischen Grundlagenprogramm entwickelt. Gleichzeitig steht damit ein Referenzsystem zur Verfügung, dass allen
Vogelkundlern in Niedersachsen und Bremen die Interpretation eigener Zählergebnisse sehr erleichtern dürfte. Mit 200 Probeflächen haben wir eine Größenordnung erreicht, die wir in den nächsten
Jahren zumindest halten wollen. Da in jedem Jahr einzelne Flächen „verwaisen“, beispielsweise, weil der Kartierer umzieht oder krankheitsbedingt ausfällt, suchen wir
ständig weitere Mitarbeiter. Bitte werben Sie daher in ihrem Bekanntenkreis weiter für dieses wichtige Programm. Wir sind ganz besonders dankbar, dass uns trotz des gleichzeitig durchgeführten
Projektes „Atlas Deutscher Brutvogelarten“ (ADEBAR) so Viele die Treue halten können. Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei allen, die bereits aus 2005 Ergebnisse
beigesteuert haben, die diese Zwischenauswertung ermöglicht haben: Allmer, F., Andreas, U., Apffelstedt, F., Appel, U., Bardowicks, G., Barkhoff, M., Bauer, S.
, Baum, R., Bavinck, H., Berlage, R., Bertram, W., Block, P., Bohnet, V., Bosse, K., Brill, D., Brunek, P., Burkart, W., Butz, H., Cartensen-Roeben, D., Clodius, H., Dahl, H.-J.,
Dahms, G., Daubert, H. J., Demuth, L., Dirks, H., Dornieden, K., Dörrie, H.-H., Flügge, D., Folger, J., Folger, M., Germer, P., Gorsler, M., Goslar, K., Gräfenkämper, W., Gröhn, S.,
Gröngröft, A., Großberger, K., Großkopf, G., Grützmann, J., Habersetzer, H., Hansen, H., Hartmann, J., Hartwig, O., Heckroth, M., Herbst, D., Hermann, D., Ibold, F., Jähme, E.,
Kelm, H.-J., Kempe, R., Kern, N., Köhler, H., Kowalski, U., Kunze, P., Kunze, H., Leistner, W., Lemke, W., Lettau, W., Liebelt, R., Liebich, D., Liebl, E., Ludwig, J.,
Maierhofer, J., Mallach, L., Melching, R., Melloh, D., Melter, J., Möller, B., Müller-Reich, I., Munk, T., Naber, W., Neubert, M., Niebuhr, H., Niemeyer, F., Oschika, E., Parker, N.,
Paszkowski, W., Pauschert, P., Quante, U., Rathjen, B., Rettig, K., Rochau, R., Röhrs, U., Rösler, J., Schipper, D., Schmidt, F. U., Schneider, F., Schrader, J., Schreiber, M.,
Schrön, R., Schuder, R., Schürstedt, H., Seebaß, E., Seelaff, U., Spalik, S., Späth, T., Sprengel-Krause, M., Steinert, H., Südbeck, P., Thiele, K., Tonn, R., Troschke, T.,
Trzoska, M., Vogelsang, F., Völker, H., Wei-nert, H., Westphal, D., Wietjes, H., Wille, T., Wübbenhorst, J., Zander, E., Zang, H.
Alexander Mitschke
Weitere Mitarbeiter gesucht!
Mit annähernd 200 alljährlich bearbeiteten Probeflächen haben wir in Niedersachsen innerhalb weniger Jahre ein hervorragendes Frühwarnsystem für negative Entwicklungen
bei Brutvögeln in der Normallandschaft einge-richtet. Dieses Niveau wollen wir in den nächsten Jahren halten. Das bedeutet auch, dass wir jedes Jahr neue Mit-Beobachter
suchen, da aus verschiedensten Gründen Jahr für Jahr einzelne Mitstreiter ausscheiden müssen. Dazu kommt, dass unser niedersächsisches Programm in ein bundesweites
Vorhaben eingebettet ist und wir die Aufgabe übernommen haben, auf insgesamt 153 Flächen aus Niedersachsen gleichzeitig die Daten für das Bundesprogramm zu ergeben.
Die folgende Tabelle führt 36 dieser auch bundesweit bedeutsamen Flächen auf, für die wir noch keinen Bearbeiter gefunden haben.
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Dabei sind die Flächen nach Landkreisen sortiert und die jeweilige TK25-Nummer bzw. der Name der Fläche aufgeführt. Bitte überlegen Sie, ob Sie nicht jemanden kennen, der für
eine der Flächen in Frage käme. Auch wer grundsätzliches Interesse an einer Mitarbeit hat, ohne dass eine der aufgeführten Flächen in seiner Nähe liegt, sollte sich bei uns melden!
Das Angebot weiterer, zufällig ausgewählter Monitoringflächen für unser Landesprogramm ist noch lange nicht erschöpft.
Nähere Informationen erhalten Sie bei: Alexander Mitschke, Tel.: 040 / 81 95 63 04, Alexander.Mitschke@hanse.net Volker Laske, Tel.: 05321 / 21 400, volker.laske@t-online.de
MONITORING HÄUFIGER BRUTVÖGEL IN NIEDERSACHSEN 3. Saison 2005
Mit inzwischen etablierter Methode startet das Monitoring häufiger Brutvögel in der
Normallandschaft in die neue Saison. Auf Basis der Erfahrungen der Vorjahre haben wir die Hinweise zur Auswertung noch einmal überarbeitet und ergänzt (-> Downloads).
In Heft 1/2004 der Vogelkdl. Ber. Niedersachs. haben A. Mitschke & J. Ludwig einen ersten Bericht zum Stand des Projektes veröffentlicht. Dieser Bericht ist unter Downloads als pdf-Datei verfügbar.
Methodische Änderungen ab 2004 Zum einen wurden die Erfassungsperioden leicht verändert, um sie bundesweit einheitlich
anwendbar zu gestalten. So ist es ab 2004 möglich, die erste Begehung bereits ab 10.03. (bisher 15.03.) durchzuführen, und die Grenze zwischen Begehung 3 und Begehung 4 am 20
./21.05. liegt ebenfalls etwas früher als bisher (01.06.). Damit steht für die Erfassung von früh gesangsaktiven Standvögeln im März in Abhängigkeit von geeigneter Witterung eine breitere
Erfassungsperiode zur Verfügung. Gleiches gilt für die letzte Begehung, die vor allem der Kartierung spät im Brutgebiet eintreffender Langstreckenzieher dienen soll.
Ab 2004 gültige Begehungstermine:
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Begehung 1
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Begehung 2
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Begehung 3
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Begehung 4
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Termine
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10.3.-31.3.
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1.4.-30.4.
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1.5.-20.5.
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21.5.-20.6.
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Zuordnung der Reviere zu Lebensräumen Die zweite wichtige methodische Angleichung betrifft die Auswertung. Ab 2004 wollen wir
bundesweit einheitlich die Bestände in unserer Probefläche differenziert nach wichtigen Lebensraumtypen dokumentieren. Daher wird der Ergebnisbogen ab der Saison 2004 nicht nur
eine Spalte für die Revierpaare, sondern fünf Spalten für verschiedene Lebensräume entlang unserer Route enthalten (vgl. Abb. 1). Das ist deshalb erforderlich, weil bundesweit für alle
wichtigen Lebensräume getrennt Trends und Dichten hochgerechnet werden sollen. Außerdem haben die Erfahrungen unseres ersten Kartierjahres gezeigt, dass die Vermischung aller
Brutvogelvorkommen in einer Revierpaarzahl oft für den Hauptlebensraumtyp des Untersuchungsgebietes wenig charakteristische Vogelarten ergibt. Für die Feldarbeit und
Kartierung ändert sich dadurch nichts, und die Gesamtergebnisse bleiben gegenüber dem ersten Kartierjahr direkt vergleichbar!
Integration in das bundesweite Monitoring häufiger Brutvögel In ganz Deutschland sollen ca. 1.000 Probeflächen besetzt werden. Dabei entfallen auf
Niedersachsen weitere 81 Flächen, die gleichzeitig auch von bundesweiter Relevanz sind. Wir wollen uns bemühen, durch die Besetzung möglichst vieler dieser Flächen dazu beizutragen,
sowohl die Aussagekraft des Landesmonitorings in Niedersachsen zu erhöhen als auch den niedersächsischen Beitrag zum bundesweiten Projekt zu intensivieren. Bitte beachten Sie daher die nachfolgende
Übersicht zu vergebener Flächen und lassen Sie sich motivieren, durch Ihre Teilnahme an dem niedersächsischen Monitoringprojekt Häufiger Brutvögel einen
insgesamt mit überschaubarem Zeitaufwand verbundenen, aber sehr wichtigen Beitrag zur Überwachung unserer Vogelbestände und zum Gelingen dieses großen
Gemeinschaftsprojektes zu leisten. Sollten Sie unser Projekt noch nicht im Detail kennen, so finden sie hier eine Kurzanleitung zur Methode.
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Liste der 2004 neu zu vergebenden Flächen
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Fragen/Kontakt:
Alexander Mitschke (Koordination), Alexander.Mitschke@dda-web.de – Hergartweg 11, 22559 Hamburg, 040 – 81 95 63 04
Volker Laske, volker.laske@t-online.de – Bergtal 8, 38640 Goslar, 05321 - 21400
Thorsten Krüger, Thorsten.Krueger@nlwkn-h.niedersachsen.de , Staatliche Vogelschutzwarte,
Göttinger Str. 14, 30449 Hannover, 0511 - 4446-385
Jürgen Ludwig, j.ludwig@online.de , Mühlenstr. 9, 21755 Hechthausen, 04774/607
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