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Landesweite Heidelerchen-Erfassung 2004
In enger Kooperation zwischen NOV und Staatlicher Vogelschutzwarte im NLÖ erfolgt im Jahr 2004 eine landesweite Erfassung der Heidelerchen-Brutbestände.
Vorkommen: Die Heidelerche kommt in Niedersachsen (fast) ausschließlich auf Sandböden vor. Besiedelt werden vor allem die Übergangszonen
Wald/Offenland, z. T. auch ohne gut ausgeprägte Saumstrukturen, Freiflächen im Wald (Kahlschläge, Windwurf- und Brandflächen, Hochspannungsschneisen etc.),
Heiden, Magerrasen sowie lichte Gras- und Staudenfluren, Truppenübungsplätze, Randbereiche von Hochmooren und Moorheiden, Sonderkulturen in Waldnähe (z.B.
Baumschulen, Weihnachtsbaumkulturen, Obstbauflächen) sowie Sand- und Kiesabbaugebiete.
Hinweise zur Erfassung: Geeignete Gebiete sollten möglichst dreimal begangen werden: Mitte März, Ende März/Anf. April, Mitte/Ende April. Im März noch
Durchzug, Ankunft teilweise erst in der zweiten Märzhälfte. In großflächig besiedelten Regionen ggf. Erfassung auf festgelegten Probeflächen in Absprache mit den Koordinatoren.
Singende Männchen können ab Mitte März erfaßt werden (Gesang im Flug, von Sitzwarten oder vom Boden), ab Anfang/Mitte April auch fütternde Altvögel. Am
günstigsten sind die frühen Morgenstunden bis ca. 4 Stunden nach Sonnenaufgang, Gesang teils auch nachts sowie den ganzen Tag über mit Minimum in den Mittagsstunden. Witterung: möglichst windarm, trocken und mild
mit nur geringer Bewölkung. Vor allem bei Einzelvorkommen oder geringen Dichten ist der Einsatz einer Klangattrappe (Vollgesang) sinnvoll. Daten aus den Vorjahren ab 2000 sind ausdrücklich willkommen. Es sollten
vorrangig bis-her unbearbeitete Gebiete neu kartiert werden, wenn für bekannte Vorkommen aus den letzten Jahren gute Daten vorliegen und ggf. nachträglich gemeldet werden.
Auswertung: Brutnachweis: fütternde Altvögel; Brutverdacht: zweimalig singendes Männchen mit mind. 7-tägigem Abstand bis
Mitte Mai, davon einmal nach dem 31. März, oder einmalig intensiv warnender Altvogel; Brutzeitfeststellung: einmalige Feststellung eines Einzelvogels zwischen Mitte
März und Ende Juli in potentiellem Bruthabitat. Die Rufplätze sollten auf Tageskarten (1:25.000 oder größer) punktgenau vermerkt werden.
Koordination: Der Bestand soll durch systematische Bearbeitung geeigneter Gebiete möglichst vollständig erfaßt werden. Dafür sind wir auf Sie und Ihre
Mitarbeit angewiesen! Mit der landesweiten Koordination sind Uwe Röhrs (Schwerpunkt: Naturräumliche Region Lüneburger Heide und Wendland) Volker
Blüml (übrige Landesteile) betraut (Anschriften s.u.). Vor der Kartiersaison werden mögliche regionale Koordinatoren gezielt angesprochen. Interessierte werden
gebeten, frühzeitig die abgedeckten Gebiete zu benennen, um Doppelbearbeitungen ebenso wie Erfassungslücken zu vermeiden.
Meldebogen: Bitte benutzen Sie möglichst den speziellen Heidelerchen-Meldebogen. Ein Kartenausschnitt mit dem bearbeiteten Gebiet und
punktueller Lokalisierung der Heidelerchen-Reviere (einschl. Brutzeitfeststellungen!) sollte unbedingt beigefügt werden! Bitte möglichst jedem Revierpunkt in der Karte einen Biotop-/Strukturtyp zuweisen.
Meldebögen sind bei den Koordinatoren und der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLÖ erhältlich. Meldebogen im pdf-Format zum download (ca. 140 kb).
Zur Anzeige ist der Adobe Reader erforderlich. Dieser kann bei Bedarf kostenlos direkt bei Adobe heruntergeladen werden.
Klangattrappen: Kassette oder CD sind bei V. Blüml erhältlich.
Adressen der Koordinatoren: Volker Blüml, Hasestraße 60, 49074 Osnabrück, Tel.: 0541-1505924 od. 0173-2102252 E-Mail: v.blueml@bms-umweltplanung.de Uwe Röhrs, Im Moore 35, 30167 Hannover, Tel.: 0511-1695526 E-Mail: uwe.roehrs@gmx.de
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