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ADEBAR – häufig gestellte Fragen
Mittelhäufige Arten Bewältigung der TK25: Arbeitsteilung
„Kann von einem Mitarbeiter „nur“ ein einzelner Quadrant aus einer TK25 übernommen werden und besteht die Möglichkeit der Zusammenarbeit/Arbeitsteilung mit anderen Bearbeitern oder
Arbeitsgemeinschaften bei der Bearbeitung einer TK25?“
Letzteres ist sogar sehr erwünscht. Wichtig ist jedoch, dass die vollständige Bearbeitung einer TK25 / eines MTB gewährleistet ist. Insofern ist es wichtig, dass ein „federführender“
MTB-Koordinator bzw. „MTB-Manager“ dafür sorgt, dass innerhalb von zwei Jahren „sein“ MTB komplett abgedeckt wird. Ob er/sie es dabei als Einzelperson bearbeitet oder ob dies vier Kollegen erledigen, ist im
Endeffekt egal, Hauptsache es kommt ein valides Gesamtergebnis zustande. Grundsätzlich wird jedoch die vollständige Bearbeitung der vier (ein MTB bildenden) Quadranten durch ein und dieselbe Person empfohlen, da
dies den besten Überblick garantiert.
TK25 an der Grenze zu den Niederlanden und an der Nordsee
TK25 an den Staatsgrenzen werden generell nur in den deutschen Flächenanteilen bearbeitet. Schmale Küstenstreifen und Vorländer, die an der Nordsee direkt benachbart einer vergebenen TK25 liegen
und als TK25 im Atlasprojekt nicht extra ausgeweisen sind, sollen bearbeitet werden, wobei deren Bestände in einem eigenen Meldebogen Niederschlag finden sollen.
Unterschiedliche Bearbeitungsintensitäten
"Wenn man im oder am Kartiergebiet wohnt und sich quasi ständig dort aufhält, joggt, mit Kindern spazieren geht usw., wie soll man dann den Zeitaufwand für die Kartierungen angeben? Man kommt
dann schnell auf viel mehr als die vorgesehenen 25 Kontrollen. Andererseits wäre es ja unsinnig, Informationen, die außerhalb der Hauptkontrolltermine gewonnen wurden, wegzulassen."
Viele Kartierer übernehmen eine TK25, in der sie selbst wohnen. Dabei fallen natürlich „nebenher“ viele Beobachtungen an, die nicht im Rahmen der gezielten Hauptkontrollgänge erhoben wurden.
Grundsätzlich sollen alle bekannt gewordenen Vorkommen im Meldebogen dokumentiert werden, auf dem Kopfbogen bei der Protokollierung der einzelnen Kontrollgänge sollen aber nur die „Adebar-Hauptkontrolltermine“
eingetragen werden. Bitte vermerken Sie in diesen Fällen, dass eine intensivere Bearbeitung stattgefunden hatte, als die „wenigen“ Kontrolltermine suggerieren.
Kartieraufwand
„Man soll nur einmal innerhalb von zwei Jahren eine besteimmte Route kontrollieren - und das soll ausreichen? Was ist dann aber mit dem Kriterium II, für dessen Erfüllung
man an mindestens zwei Tagen Revierverhalten registriert haben muss - also muss ich dort wohl doch 2-3mal in einer Saison entlang gehen?“
Grundsätzlich sollte der Erfasser versuchen, einen repräsentativen Überblick über sein MTB/seinen Quadranten zu erlangen. Dabei sollte er sich im Vorfeld der Erfassungen Routen durch die
verschiedenen Lebensräume im Erfassungsbereich legen, die er dann je nach zu erwartendem Artinventar ein- oder zweimal (je nach Kapazität ggf. auch gerne öfter!) aufsucht. Bei vielen der im Meldebogen mit der
Kennziffer "3" versehenen Arten - also den mittelhäufigen Arten - reicht das einmalige Registrieren eines Revierverhaltens, um es in die Wertung einzubeziehen (Kriterium I; z. B. beim Birkenzeisig).
Doch kann es u.U. erforderlich sein, denselben Birkenzeisig-Lebensraum innerhalb der Brutperiode noch ein zweites Mal aufzusuchen, da dort später ankommende Arten zu erwarten sind.
Bei den Kriterium-II-Arten ist es grundsätzlich erforderlich, eine zweite Bestätigung eines Nachweises zu erbringen. Auf Lebensräume bezogen ergibt sich, dass insbesondere der Lebensraum
„Gewässer“ viele Arten in sich birgt, die ein zweites mal bestätigt werden müssen. In halboffenen Landschaften hingegen kommen bis auf den Raubwürger fast ausschließlich Kriterium-I-Arten vor.
Fortbewegung im Gelände
„Muss ich gehen oder kann ich radeln?“
Sie dürfen auf jeden Fall radeln, sie können alle Routen per pedes absovieren, sie können auch mit dem Auto Strecken auf den Feldwegen zurücklegen und Stopps einlegen (das wird die Methode der
Wahl für all diejenigen, die in der Wesermarsch diverse Quadratkilometer Grünland vor sich haben), je nachdem was für welchen Lebensraum (und vor allem in Anbetracht der zu bearbeitenden Fläche) geeignet
erscheint .
Meldebogen
„gezählt“ und „recherchiert“: „Schließen sich die Spalten "gezählt" und "recherchiert" aus, d.h. wird eine Gesamtsumme erst in der letzten Spalte angegeben?"
In die Spalte "gezählt" werden die Revierpaarzahlen eingetragen, die im Rahmen der gezielten Atlaskontrollen ermittelt wurden (entlang diverser vorher festgelegter, im MTB gut auf die
verschiedenen Lebensräume verteilter Routen). Unter "recherchiert" finden sich nicht nur Ergebnisse Dritter (z. B. Umweltverträglichkeitsstudien) und aus aktuellen Literaturangaben wieder, sondern auch
eigene Daten, die bspw. im Rahmen anderer, laufender Zählprogramme (z. B. Nistkastenkontrollen, Fangprogramme) „nebenher“ für die TK25 angefallen sind. Diese Daten werden für die alles entscheidende
Eintragung in eine der angegebenen Häufigkeitsklassen berücksichtigten. Je nachdem wie und aus welcher Ecke des MTB Zusatzinformationen existieren, können sie in bestimmten Fällen einfach addiert werden, in
anderen Fällen müssen Sie für Ihre Häufigkeitsklassenangaben auf Basis Ihrer Informationen aus beiden Spalten einen Schätzwert ableiten.
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