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Jetzt da! Mitarbeiterliste zum ADEBAR-Projekt
die vielfach nachgefragte MitarbeiterInnen-Liste, aus der nun ersichtlich wird, wer sich denn eigentlich so links und rechts bzw.
oben und unten von einem tummelt und mit wem man sich mal kurzschließen sollte ist endlich online verfügbar.
sortiert nach Regionen (Stand: 27.3.08) sortiert nach TK25 (Stand: 27.3.08)
Häufig gestellte Fragen zum ADEBAR-Projekt ...
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Deutschlandfunk berichtet über ADEBAR
“Mit der warmen Frühlingssonne beginnen auch die Vögel wieder zu singen - und
zu brüten. Wie viele es sind, ist nicht genau bekannt. Zwar gibt es Vogelzählungen, doch in jedem Bundesland wird anders gezählt, ein deutschlandweites Bild hat
niemand. Das wird jetzt anders. In diesem Frühling startet Deutschlands erste einheitliche Brutvogelerfassung - für ADEBAR, den Atlas deutscher Brutvogelarten.
Ein Heer von 3000 Hobby-Vogelkundlern übernimmt die Zählarbeit. Mit Fernglas und Notizblock sind sie oft schon frühmorgens unterwegs auf Wiesen, Feldern oder im Wald. ... “
Beitrag vom 25.04.05 anhören / lesen.
Atlas deutscher Brutvogelarten "ADEBAR"
- Aufruf zur Mitarbeit -
Lange Jahre mussten die deutschen Ornithologinnen und Ornithologen mehr oder
weniger neidvoll auf viele ihrer Nachbarländer schauen, wenn es um die Präsentation eines neuen, nationalen Brutvogelatlas ging. So haben uns bspw. die Niederländer oder die Schweizer vorgemacht, wie man in einer
Gemeinschaftsleistung zu einem modernen, gehaltvollen und international gelobten Brutvogelatlas kommen kann. Ein Brutvogelatlas moderner Prägung zeigt die
Verbreitung und die Häufigkeit aller Brutvögel in einem bestimmten Zeitabschnitt. Daran lässt sich aus den Ergebnissen erkennen, welche Arten eine eingeschränkte
, welche eine weite Verbreitung haben und welche sich auf wenige Brutgebiete konzentrieren. Genauso wird augenfällig, welche Arten "geringe" und welche
"große" Bestände aufweisen. Damit stellt ein Brutvogelatlas auch unentbehrliche Grundlagen für die Einstufung in Rote Listen sowie die Prioritätensetzung im Vogelschutz zur Verfügung.
Es existieren für Deutschland bereits zahlreiche regionale Bestandserhebungen, für die meisten Bundesländer auch landesweite Atlanten. Die einzelnen Vorhaben
waren jedoch weder methodisch noch zeitlich abgestimmt. Somit konnte eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf Bundesebene (Rheinwald 1993) nur einen stark vereinfachten Überblick liefern.
Mit der Gründung der Stiftung "Vogelmonitoring Deutschland" haben die Bestrebungen, auch hierzulande einen aktuellen, einheitlichen Brutvogelatlas
auszuarbeiten, starken Aufwind erfahren. Ziel des neuen Atlasprojekts "ADEBAR" (= Atlas deutscher Brutvogelarten) ist es, eine deutschlandweite Erfassung der
Brutvögel nach definierter, einheitlicher Methode durchzuführen. Nach dem Vorbild aus den Nachbarländern soll auch für Deutschland eine neue Grundlage geschaffen
werden, auf deren Basis in Zukunft langfristig Arealveränderungen in der Vogelwelt erkannt und dokumentiert werden können. Dabei profitiert das Atlasprojekt von den
laufenden Monitoringprogrammen der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) und des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA). So
werden z. B. die Ergebnisse der Probeflächenkartierungen häufiger Arten in der Normallandschaft direkt für das Atlasprojekt genutzt. Zusätzliche, einjährige
Probeflächenkartierungen zu Atlaszwecken werden helfen, die Datengrundlage für Hochrechnungen zu verbessern. Umgekehrt werden wir mit der Atlaskartierung
viele Fragen im Zusammenhang mit Hochrechnungen und bundesweiten Trendabschätzungen beantworten können. Inzwischen sind die methodischen Vorbereitungen seitens der Organisatoren in der
Stiftung "Vogelmonitoring Deutschland" abgeschlossen, so dass bereits im Jahr 2005 mit den Erfassungen begonnen werden kann und soll. Als Abschluss der Feldarbeiten ist das Jahr 2008 vorgesehen.
Auf unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 4. September in St. Andreasberg wurde beschlossen, dass sich die niedersächsischen Ornithologinnen
und Ornithologen am Atlas deutscher Brutvögel beteiligen und dieses für Niedersachsen - auch als Aktualisierung des letzten Brutvogelatlasses (Heckenroth & Laske 1997) - durchführen wollen.
Auf Bundesebene ist eine Bearbeitung der Fläche auf Basis von Messtischblättern (Kartenblätter im Maßstab 1: 25.000) vorgesehen, von denen es in Niedersachsen
rund 420 gibt. Diese hohe Anzahl lässt sich nur dann komplett abdecken, wenn wir die Mitarbeit mit hohem Engagement zu "unserer Sache" machen, "in die Fläche
tragen" und viele Mitstreiter gewinnen können. Hierzu ist es erforderlich, eine Vielzahl von Freiwilligen zu gewinnen, wofür wir in erster Linie auf die Kompetenz
und die persönlichen Kontakte der lokalen und regionalen ornithologischen Arbeitsgemeinschaften und Vereinigungen setzen. Landesweit koordiniert einer der Unterzeichner (Thorsten Krüger) das Gesamtvorhaben und ist Ansprechpartner in
allen methodischen und organisatorischen Fragen. Bei der Umsetzung benötigen wir Ihre Mitarbeit. Wir wenden uns an Sie als lokalen Ansprechpartner einer avifaunistisch tätigen Gruppe in Niedersachsen und möchten
Sie bitten, Anliegen, Konzept und Umsetzung des ADEBAR-Projekts in Ihre Gruppe zu tragen und eine in dem von Ihnen betreuten Gebiet möglichst
vollständige Abdeckung der Messtischblätter zu organisieren. Dabei müssen nicht alle Arten kartiert werden. Je Messtischblatt ist grob mit einem Erfassungsaufwand
von ca. 60-80 Erfassungsstunden über einen Zeitraum von zwei Jahren zu rechnen, wobei in erster Linie die mittelhäufigen Vogelarten gezielt erfasst werden sollen (vorläufige Methodenbeschreibung s. Anlage).
Da wir in Niedersachsen in der Vergangenheit stets auf TK 25-Quadrantenbasis gearbeitet haben, werden wir auch für ADEBAR eine Bearbeitung auf Quadrantenbasis durchführen und die Daten am Ende zusammengefasst als
Messtischblatt-Summen in das deutsche ADEBAR-Projekt einspeisen. Wir glauben, dass dadurch die Bearbeitung flexibler gestaltet werden kann, wenngleich
sich der koordinative Aufwand etwas erhöht. In diesem Zusammenhang wäre es wichtig, dass immer eine vollständige Abdeckung der Messtischblätter
gewährleistet ist. Bitte nennen Sie uns für die einzelnen Messtischblätter die jeweiligen Ansprechpartner, die die Koordination vor Ort bzw. die Bearbeitung eines Messtischblattes übernehmen möchten.
Diesem Schreiben liegen erste Arbeitsmaterialien über Sinn und Zweck des Atlasses sowie methodische Aspekte bei. Alle benötigten Unterlagen (z. B.
Kartieranleitung, Meldebögen, Handbuch "Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands") werden wir Ihnen zur Verfügung stellen, wenn die Stiftung
"Vogelmonitoring Deutschland" die Bearbeitung abgeschlossen hat. Zusätzlich erhält jede/r Bearbeiter/in einen Pilotatlas, der am Beispiel von 12 in Deutschland
vorkommenden seltenen Arten aufzeigt, wie der Atlas nach Abschluss aller Arbeiten aussehen könnte. Da viele von ihnen noch vor der nächsten Brutsaison
ihre Jahrestagungen und -treffen durchführen, bieten wir an, das gesamte Procedere rund um das ADEBAR-Projekt vorzustellen. Auf jeden Fall wollen wir
versuchen, so schnell es geht möglichst viele Messtischblätter "an die Frau und an den Mann" zu bringen, damit der Atlas-Start in Niedersachsen ohne Zeitverzug und Reibungsverlusten klappen kann.
Bitte notieren Sie sich ferner den 26. Februar 2005 in ihrem Terminkalender, da an diesem Tag an der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) in
Schneverdingen eine eintägige Regionaltagung Niedersachsen/Bremen rund um das Thema "Vogelmonitoring in Deutschland" stattfinden wird. Als Ansprechpartner
vogelkundlich arbeitender Gruppen bzw. als aktive Kartierer erhalten Sie einen Überblick über Ziele und Aufgaben des bundesweiten Vogelmonitorings und lernen
aktuelle Beispiele aus Niedersachsen kennen. Hierbei wird auch das ADEBAR-Projekt ausführlich behandelt (Programm und Anmeldung unter www.nna.de ).
Wir hoffen auf eine gute Resonanz für den Atlas und stehen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.
Thorsten Krueger, Herwig Zang
Weitere Infos unter: www.dda-web.de ; www.vogelmonitoring.de
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