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Niedersächsische Ornithologische Vereinigung e.V.

Punkt-Stopp-Zählungen (Monitoring häufiger Arten)

Die in Schweden entwickelte Punkt-Stopp-Zählung ist eine praktikable Methode, um großräumige Bestandsentwicklungen von Sommervögeln zu erhalten. Seit 1989 werden diese Erfassungen vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) auch in Deutschland durchgeführt. In Niedersachsen gibt es zur Zeit ca. 30 Routen.

Landeskoordinator: Frank-Ulrich Schmidt, Carl-Peters-Str. 42, D-29614 Soltau, Tel. 05191-13302, eMail: F.U.Schmidt@t-online.de

 

Mitmachen! - Es ist ganz einfach!

1. Wählen sie sich eine Route in ihrer Nähe, die sie problemlos zu Fuß oder per Rad bewältigen können. Eine vollständige Route enthält 20 Stopps, sie können aber auch kürzere Routen (10 bzw. 15 Stopps) nehmen.

2. Jedes Jahr sind dann 5 Gänge zwischen 16. März und 15. Juni notwendig. Sollten sie nicht alle fünf Gänge durchführen können, dann sollten sich die Erfassungsgänge wie folgt verteilen:
 

Anzahl der Gänge

16.-31.03.

16.-30.04.

01.-15.05.

16.-31.05.

01.-15.06.

5

+

+

+

+

+

4

 

+

+

+

+

3

 

+

+

+

 

2

 

 

+

+

 

1

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Wählen sie zwischen den einzelnen Stopps einen Abstand von ca. 300 m, tragen sie diese Stopps in eine Karte mit dem Maßstab 1:25 000 (Messtischblatt) ein (Beispiel A). Auf diesen Karten entspricht 1 cm genau 250 m im Gelände.

Beispiel A

4. Ziehen sie um jeden Stopp einen (evtl. auch gedanklichen) Kreis und ordnen sie prozentual die eingeschlossene Fläche Lebensraumtypen zu (Beispiel B). Diese Lebensraum-Typen finden sie auf dem Blatt 1 der Punkt-Stopp-Zählung.

Beispiel B

Lebensraum-Typen:
Fließgewässer        5%
Wiesen/Weiden      45%
Laubwald               45%
Sonstiges                  5%
(Wege, Hecken)

 

 

 

5. Die von ihnen festgelegte Route sollte in mind. zwei aufeinanderfolgenden Jahren begangen werden. Grundsätzlich aber gilt: je länger - desto aussagekräftiger die Daten!

6. Bei der Erfassung dürfen keine Klangattrappen eingesetzt werden.

7. Sollte sich in der Landschaft entlang ihrer Route etwas verändern, dann tragen sie (nur) diese Veränderung auf dem Blatt 1 bei den Lebensraum-Typen ein.

8. An jedem Stopp notieren sie, was innerhalb von 5 Minuten an Vögeln von ihnen gesehen und gehört wird. Die Beobachtungen tragen sie dann in das Blatt 2 (Zählergebnisse) ein und schreiben die jeweilige Artensumme sowie die Gesamtartenzahl ein.

9 . Die ausgefüllten Formulare schicken sie bitte bis Ende August an den Landeskoordinator.
 

Jeder Mitarbeiter/jede Mitarbeiterin erhält die Unterlagen kostenlos und jedes Jahr den Jahresbericht mit den Ergebnissen des Vorjahres.

Wer Interesse an einer Punkt-Stopp-Zählung an, der kann vom Landeskoordinator Zählbögen und/oder weitere Informationen erhalten.
 

 

 

 

 

 

 

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last updated: 04.04.2004