Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Niedersachsen

Kranichland Niedersachsen
Niedersachsen ist heute für Kraniche sowohl Brut- als auch Rast- und Überwinterungsgebiet.
1975 umfasste der niedersächsische Brutbestand des Kranichs nur noch 12 Paare; und die Art war in Niedersachsen vom Aussterben bedroht. Die Ursachen für diesen starken Bestandsverlust lagen vor allem in Lebensraumzerstörungen durch Entwässerungen von Bruchwäldern, Sümpfen und Mooren. Die wenigen noch vorhandenen Brutplätze im Osten Niedersachsens wurden aufwändig geschützt und teilweise sogar bewacht. Durch umfangreiche Naturschutzmaßnahmen wie der Neuanlage von Kleingewässern mit Inseln als Brutplatz, Wiedervernässungen von Bruchwäldern, Nieder- und Hochmooren konnten die Bestände wieder stabilisiert werden und stiegen deutlich an. Heute brüten ca. 800 Paare in Niedersachsen.
In den wiedervernässten Hochmooren und der umliegenden Landschaft Niedersachsens fanden die Vögel ab den 1990er Jahren zudem geeignete Rastplätze. Gegenwärtig werden acht Rastgebiete mit mehreren Schlafplätzen von vielen Hundert bis einigen Zehntausend Kranichen regelmäßig während des Wegzuges von Oktober bis Dezember genutzt. Der Einflug der Kraniche in die Schlafgewässer in den Hochmooren ist ein faszinierendes Naturschutzschauspiel.
Die AG Kranichschutz Niedersachsen
Die AG Kranichschutz Niedersachsen steht allen Interessierten offen.
Einmal jährlich, meist im zeitigen Frühjahr, treffen sich die Mitglieder zu einem Austausch und für die Besprechung von Aufgaben und Projekten. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der AG Kranichschutz Niedersachsen führen regelmäßig Erfassungen der Brut-, Rast- und Überwinterungsbestände des Kranichs durch. Darüber hinaus stehen der Schutz der Brut- und Rastplätze im Vordergrund unserer Arbeit.
Seit den 1970er Jahren sind viele Ehrenamtliche im Kranichschutz (insbesondere Schutz und Wiederherstellung von Brutplätzen) tätig. Brutbestandserfassungen werden seit mehr als 50 Jahren in Niedersachsen durchgeführt. Regelmäßige und synchrone Erfassungen der Rastbestände erfolgen seit den 1990er Jahren.
Unsere Aufgaben

  • regelmäßige synchrone (national/international abgestimmte) Erfassungen der Rastbestände während des Weg- und Heimzuges (→ Download Zähltermine)
  • Dokumentation der Überwinterung
  • Brutbestandserfassungen
  • Schutz der Brut- und Rastplätze
  • ggf. Dokumentation von Schäden auf Neueinsaaten


Kontakt & Fragen
Kerrin Obracay                         Hans-Jürgen Kelm
1. Vorsitzende                          2. Vorsitzender

Rastende Kraniche im Hochmoor

Kraniche suchen auf Maisstoppeläckern, aber auch auf Wiesen nach Nahrung. Sie sind Allesfresser und nehmen auch Regenwürmer und Larven auf.

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