Arbeitsgemeinschaft Rotmilanschutz Niedersachsen

Der Rotmilan in Niedersachsen
Durch sein charakteristisches Flugbild mit dem Gabelschwanz sowie dem rötlichen Gefieder ist der Rotmilan auffällig und allgemein bekannt. Rotmilane besiedeln den Osten und Süden Niedersachsens in etwa 1.100 bis 1.200 Brutpaaren. Im Westen gibt es nur noch einzelne Brutvorkommen. Seit den 1970er Jahren hat sich das Brutareal deutlich verkleinert. Große Bereiche westlich der Weser und sowie in der Stader Geest wurden aufgegeben.
Wegen seines im Wesentlichen auf Westeuropa begrenzten Verbreitungsgebietes weist der niedersächsische Bestand weltweite Bedeutung auf; etwa 5% aller Rotmilane brüten in Niedersachsen!
Die Verantwortung für diese Art, die durch Änderungen der Landnutzung, Energiegewinnung und Verkehrstrassen zunehmend beeinträchtigt wird ist entsprechend groß.
Insbesondere im Bergland und den Börden, der mittleren Elbe- und Allerniederung sowie der östlichen Lüneburger Heide ist der Rotmilan in halboffenen Landschaften weit verbreitet. Er brütet in Wäldern und Feldgehölzen, teilweise auch in Baumreihen. Seine Nahrung, Kleinsäuger, Jungvögel, sonstige Kleintiere und Aas sucht der Rotmilan dagegen ausschließlich in offener Landschaft. Grünland ist dabei ein wichtiger Faktor.

Die AG Rotmilanschutz
Die AG Rotmilanschutz wird gemeinsam getragen von der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung und der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Ehrenamtliche Erfasser ermitteln möglichst jährlich Bestandsdaten auf Probeflächen. Mit nahezu 3.000 km² verteilt auf etwa 25 Flächen wird aktuell 6% der Landesfläche Niedersachsens und nahezu 20% des Landesbestandes des Rotmilans abgedeckt.
Die erfassten Daten geben wichtige Informationen zur Bestandsentwicklung über lange Zeiträume und stellen damit eine wichtige Grundlagen für gezielte Schutzmaßnahmen dar. Teilweise sind Angaben zum Bruterfolg möglich.
Einmal jährlich, meist im Spätherbst, treffen sich die Mitglieder zu einem Austausch und für die Besprechung von Aufgaben und Projekten. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen. Ein Bericht sowie ein Datenblatt mit den wichtigsten Ergebnissen werden jährlich erstellt.


Das Probeflächensystem ist offen und kann jährlich erweitert werden. Weitere Bearbeiter von Probeflächen sind sehr willkommen. Die Flächen können individuell abgegrenzt werden, sollten aber mindestens 25 km² groß sein und mehrere Rotmilanbrutpaare beherbergen.


Datenblatt Ergebnisse 2015 (zum Download)
Datenblatt Ergebnisse 2016 (zum Download)
Datenblatt Ergebnisse 2017 (zum Download)

Kontakt & Fragen:

Lars Wellmann                                        
NOV-Vorstand                                          

Knut Sandkühler
Staatl. Vogelschutzwarte im NLWKN

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